Antreiber

Der Begriff «Antreiber» kommt aus der Transaktionsanalyse (TA), begründet von Eric Berne und Thomas A. Harris. Dahinter steht die Theorie, dass Menschen im Leben ein Verhaltensmuster (Skript) entwickeln und sich daraus Lebensregeln (Antreiber) zurechtlegen, um den Erwartungen des Umfeldes (Eltern, Geschwister) gerecht zu werden und um Liebe und Zuneigung zu erfahren. Die Transaktionsanalyse spricht auch von Rollen, welche wir im Leben spielen. Durch angeeignete Verhaltensmuster kommt es zu Situationen, in denen Menschen im beruflichen oder privaten Umfeld immer wieder gleich reagieren. So sagt jemand beispielsweise: «Wenn es zu einem Streit kommt, bin ich immer diejenige, die nachgibt.» Oder: «Ich kann eine Arbeit nicht richtig fertigstellen, ich müsste noch mehr daran arbeiten, sie noch verbessern». Dahinter könnten Antreiber stecken. Taibi Kahler hat durch Beobachtungen herausgefunden, dass Menschen dazu neigen, bestimmte Verhaltensgewohnheiten lieber und häufiger einzusetzen als andere. Nach Kahler sind alle Antreiber in jedem Menschen angelegt, jedoch nicht gleich stark ausgeprägt. Antreiber werden durch gewisse Situationen oder Personen ausgelöst oder verstärkt. Dann, wenn wir in Stress geraten und unser Denken nicht mehr ganz klar ist, verfallen wir in diese Verhaltensmuster.

Beeil dich

Die Zeit drängt, du erledigst Arbeiten rasch. Zeitdruck macht dir nichts aus, im Gegenteil, es spornt dich an. Wenn du etwas nicht ausstehen kannst, dann ist es Zeitverschwendung, Ziellosigkeit, unklare Aufträge, Trödelei, Treten an Ort. Du bist immer auf Zack, es muss schnell gehen. Du hast viele Termine, Seminare, Meetings usw. und hast Angst, etwas zu verpassen. Gerne wärst du überall mit dabei. Auch in den Ferien möchtest du viel erleben. Du teilst dir deine Zeit sehr genau ein. Mögliche Lücken im Tag werden gefüllt, da Pausen verlorene Zeit sind für dich. Du planst deine Weiterbildungen genau. Die Uhr ist für dich sehr wichtig. Du ermahnst auch andere gerne zur Eile. In Gruppenarbeiten bist du die Person, die andere dazu anhält, vorwärtszumachen.
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Sei perfekt

Du bist sehr ordentlich und genau. Du bist sehr begabt und hast viel erreicht, überall wirst du für deine Exaktheit gelobt. Doch so ganz freuen kannst du dich nicht, denn das Produkt entspricht noch nicht deinen Erwartungen, es müsste noch exakter sein. Mehr Details müssten noch ausgearbeitet werden. Du bist ständig am Korrigieren, Optimieren und Nachbessern.

Du versuchst, Erwartungen im Vorhinein zu übertreffen. Kritik an deiner Arbeit magst du gar nicht. Dein Umfeld soll sehen, wie perfekt du arbeitest.

Du erfährst aber auch, dass du manchmal zu langsam, zu teuer, zu streng bist. Einige Personen in deiner Umgebung wenden sich ab, weil du an ihrer Arbeit immer noch etwas findest, das nicht perfekt ist. Du bist auch bei dir selbst und in deinem Leben andauernd auf der Suche nach Verbesserung. Du versuchst, immer wieder deinen sehr hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Wenn dir ein Fehler unterläuft, schämst du dich sehr dafür, da so etwas eigentlich nicht passieren darf. «Wie konnte ich nur? Warum habe ich das übersehen?», solche Fragen quälen dich noch lange danach, auch wenn der Fehler für andere längst vergessen ist. Du liebst es, die Kontrolle zu haben über alles, was um dich herum passiert. Dies ist jedoch fast unmöglich und wird dir daher oft zur Last.

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Mach es allen recht

Möglicherweise hast du als Kind oft das Gefühl gehabt, jemanden zu stören, oder hat oft gehört: «sei lieb», «sei anständig», «sei angepasst» – meist wurdest du für entsprechendes Verhalten auch gelobt.

Du achtest darauf, immer aller Erwartungen deines Umfeldes zu erfüllen. Und du möchtest es auf keinen Fall mit jemandem verderben. Du bist der Meinung, dass die Bedürfnisse von anderen Personen erfüllt werden müssen, du fühlst dich verantwortlich dafür, dass deine Mitmenschen glücklich und zufrieden sind. Sie sollen sich wohlfühlen und dich mögen. Dir ist wichtig, was andere von dir halten. Darum versuchst du, jedem entgegenzukommen. Deinen Wert misst du daran, wie gut dich andere mögen. Tief in dir hast du möglicherweise Angst davor, zurückgestossen oder abgelehnt zu werden. So werden oft auch eigene Bedürfnisse zugunsten von anderen zurückgestellt. Konflikte werden vermieden und oder du gibst recht schnell nach. Nein zu sagen ist sehr schwer für dich. Zudem passt du deine Meinung oft derjenigen anderer an.

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Streng dich an

«Ohne Fleiss kein Preis» ist dein Lebensmotto. Wenn etwas gelingen soll, muss dies hart erarbeitet werden. Nur wer hartnäckig an etwas dran bleibt, erreicht das Ziel. Es braucht oft mühsame Entbehrungen. Es gibt keine Entschuldigungen, wenn man keine Energie verspürt. Es gilt: «Streng dich an!» Dann geht alles.

Rückschläge zeigen dir nur, dass du dich noch mehr anstrengen musst. Du kannst mehr wegstecken als andere.

Leute, denen dies weniger gut gelingt, sind für dich schwach, Feiglinge, Nichtskönner.

Wenn dich andere Leute beim Nichtstun sehen, wäre dir das peinlich. Auch in den Ferien musst du dich messen. Einfach die Beine hochlegen wäre für dich unvorstellbar. Du nimmst dir so viel vor, dass du nie alles erreichen kannst. Dies liegt aus deiner Sicht jedoch daran, dass du dich zu wenig anstrengst. Du hast Angst, dass andere dich überholen können. Dies geht oft so weiter bis zur Erschöpfung.
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Sei stark

«Geht nicht», gibt es nicht. Denn du bist stark. Schwache Menschen magst du nicht, manchmal verachtest du sie sogar. Du bist erfolgreich, hast viel erreicht und dafür oft kämpfen müssen. So rasch wird dich nichts erschüttern, denn an Widerstand bist du dich gewohnt. Daran kannst du dich beweisen. Du gehst mutig voran und zeigst, wo es lang geht. Du bist nicht auf die Hilfe von anderen angewiesen, du kommst gut allein zurecht. Du bist auch bereit, ein gewisses Risiko einzugehen, und kannst auch einen Rückschlag gut wegstecken. Die anderen oder deren Meinung ist dir egal, du kannst viel leisten und auch viel erreichen. Gefühle sind ein Zeichen von Schwäche, deshalb gehen sie auch niemanden etwas an. Deine grosse Angst ist es, dass dir eine Schwierigkeit in den Weg treten könnte, für die du nicht stark genug bist. Was würden dann die anderen denken? Du wärst dann plötzlich ein Schwächling.
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